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Tempelhof ist die größte, schlechteste und wahrscheinlich teuerste Flüchtlingsunterkunft in Berlin

Tagesspiegel, 21.01.2016, von Thomas Loy und Ralf Schönball  Bei einer Bürgerversammlung versuchte der Senat, seine umstrittenen Pläne für den Ex-Flughafen Tempelhof zu verteidigen. Gekommen waren viele Kritiker. Unsere Reporter waren live dabei.

Die geplante Gesetzesänderung sei "kein Verfassungsbruch", sagt Christian Gaebler (SPD). "Der Senat hat das Recht, jedes Gesetz wieder zu ändern", meint der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt und erntet daraufhin Piffe.   Anm: Wir korrigieren gerne:  Laut Verfassung von Berlin Art. 3 kommen Gesetze durch Volksentscheid oder durch das Abgeordnetenhaus zustande.

Eine Frau findet es "überheblich", wie der Senat mit dem Volksentscheid umgehe, wirft sie Staatssekretär Gaebler vor. Eine andere Teilnehmerin möchte wissen, wie es mit den Bundesimmobilien aussehe und ob es keine anderen Orte für Flüchtlingsunterkünfte gebe.

Ob der Senat weiterhin an einer Gesetzesänderung festhält, war am Ende nicht klar. Deutlich war, wie groß das Misstrauen der Bürger in die Berliner Politiker ist. Selbst wenn Staatssekretär Gaebler beteuerte, dass es sich um eine temporäre Nutzung des Feldes handele, glaubten ihm viele der Anwesenden nicht.

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